Ein Quell

Ein Quell

Doch ist es eine Pflanze in mir,

ein quellend` Strom,

wenn ich nun frag`,

so schwimme ich im Meer.

Das Meer ist Gott

und ich,

ich bin die Hoffnung.

Wenn ich mich dann besinne. so liebe ich.

Das Wasser lädt zum Bade,

ist rein, wohl kühl,

ich nehme es an,

in Trauer auch.

Nun stehe ich ich bloß,

der Jahre Überschwang zerflossen,

der Jahre Ruhe eingekehrt.

Einst stand ich voller Freud`

dem Tode,

was schließlich ist,

die Hoffnung zählt.

So weiß ich kaum zu sagen,

Gott sebst zu fragen

nach dem Leid.

Ich weiß um ihn,

ich schweige still.

So ist denn Gott

das Ende aller Fragen.

wo keine Antwort mehr

zu geben ist.

Der Tod, ein Rätsel ohne Ende,

der Hoffnung

ich berufe mich.

Sie ist ein kräftig Strömen,

darin ich nackt und roh.

Ein Quell, ein Strom,

es treibt mich,

es bringt mich

in die andere Welt.

Des Glaubens Anker

in der Tiefe,

er ist geworfen

und er hält.

Wenn ich nur kurz

die Einhalt nehme,

so rufe mich Gott,

wie eines Paradieses Frucht.

Und wieder spüre ich ihm am Werk,

so bin ich denn ein Gotteskind.

Die Zeit in der ich hinterfrage,

sie endet stets im Himmelreich.

Aufs Neue muss ich nun erkennen,

der Macht und Kraft der Heiligkeit.

So will ich still sein.

Gott am Werk,

wohin mich auch dies`Wasser führt.

So will ich denn vertrauen,

dem Sterben hin.

Nichts größer als der Tod auf Erden.

Nur Gott, beharre, hoffen, sein.

© Carsten Weigelt

~Verlag zur Neuauflage gesucht~