Hosea 11 – Das Wort zum Sonntag

Heute benannte ein Pastor meiner Gemeinde in seiner Predigt eine Bibelstelle: Hosea 11. Die Predigt drehte sich dabei um Jesus, der einen Aussätzigen heilt. Am Ende dann der Hinweis auf das Buch Hosea, Kapitel 11. Verblüffend. Denn genau an diesem Punkt stehe ich in meinem Anliegen die Heilige Schrift von Anfang bis Ende zu lesen. Gestern morgen, ich lese gerne morgens in der Heiligen Schrift, weil dann die Aufnahmefähigkeit am Besten ist, habe ich genau diese Stelle des Alten Testamentes gelesen! Ich hatte ein paar Kapitel gelesen. Doch genau bei Hosea 11 hatte ich eingehalten und meine Bibel beiseite gelegt. Nun, also die selbe Stelle heute im Gottesdienst. Unser Pastor betonte, dass in diesen Zeilen von Gott die Rede ist, der in „Reue entbrannt“ sei. Das Ganze für mich das Wirken Gottes! Meine „Gute Nachricht“-Bibel hat 927 Seiten. Bei nahezu 1000 Seiten und noch mehr Kapiteln war die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass die Stellen übereinstimmen. Ich lese seit Monaten und jetzt: Genau die selbe Stelle! Jemand ohne Glauben wird sagen „Zufall“. Ich nehme es als einen Hinweis von Gott, mich mit dieser Bibelstelle zu befassen! Das tue ich. Sonntag ist ja ehedem der Tag des Herrn.
Hier Hosea 11 in der „Guten Nachricht“-Übersetzung:

1 Der Herr sagt: »Als Israel noch jung war, gewann ich es lieb. Aus Ägypten rief ich es als meinen Sohn.
2 Immer wieder rief ich die Leute von Israel durch meine Propheten, aber sie liefen von mir weg. Sie schlachteten Tiere für den Baal und verbrannten Opfer vor seinen Bildern.
3 Dabei war doch ich es, der Efraïm die ersten Schritte gelehrt und es auf den Armen getragen hatte. Aber sie erkannten nicht, dass ich mich so um sie kümmerte.
4 Ich war zu ihnen wie jemand, der sein Rind schonend am Strick zieht und es leitet; mit Seilen der Liebe leitete ich sie. Ja, ich war zu ihnen wie die Landleute, die ihrem Rind das Joch anheben, damit es leichter fressen kann, die sich sogar bücken, um ihm sein Futter hinzuhalten.
5 Deshalb hatten sie es nicht nötig, wieder nach Ägypten zurückzukehren; aber zur Strafe für ihren Undank werden nun die Assyrer über sie herrschen.
6 In ihren Städten wird das Schwert wüten und alle Schwätzer vernichten, die eigensinnige Pläne schmieden.
7 Mein Volk kehrt nicht um und hält an seiner Auflehnung gegen mich fest. Sie rufen zum Baal, aber der kann ihnen nie und nimmer helfen!
8 Doch wie könnte ich dich aufgeben, Efraïm, wie dich im Stich lassen? Ich kann dich doch nicht vernichten, Israel, wie die Städte Adma und Zebojim! Mein Entschluss hat sich mir umgedreht, mit aller Macht ist die Reue in mir entbrannt.
9 Ich kann meinem glühenden Zorn nicht freien Lauf lassen, ich kann Efraïm nicht noch einmal preisgeben! Denn ich bin Gott und nicht ein Mensch; ich, der heilige Gott, komme, um dir zu helfen, und nicht, um dich zu vernichten.
10 Die Verbannten werden hinter mir herziehen. Wenn ich brülle wie ein Löwe, kommen sie zitternd über das Meer im Westen.3
11 Willig, mir zu gehorchen, kommen sie aus Ägypten und aus Assyrien, so wie eine Taube herbeigeflogen kommt. Ich bringe sie wieder in ihre Heimat. Das sage ich, der Herr.«