Unter Deinen Bäumen

Unter Deinen Bäumen
leg‘ ich mich zur Ruh‘

Sehnsuchtsvoll mein Herz
wie eine rosefarbene Träne.
Eine Perle des Schiffbruchs.

„Für mich ist die Erde aus Glas“
und wir gehen
Hand in Hand.

Wie lieb Du bist,
regentriefende Weide.
Ein Leben ohne dich,
vor dem Winter
wärmt Deine Berührung.

Das ruhige Branden des Meeres
ist Deine Stimme.
Meine Wut schmilzt
unter Deinen Bäumen.

Unter Deinen Bäumen
leg‘ ich mich zur Ruh‘

aus Carsten Weigelt „Gedichte in Eden“

Heute Nacht

Heute Nacht

Heute Nacht liegst Du bei mir
und ich bin die Verzweiflung.
Heute Nacht liegst Du bei mir und hältst mich,
während ich scheinbar
in Deinen Armen sterbe.

Heute Nacht brauche ich nichts
als Deinen nackten Körper.
Ohne ihn würde ich sterben.
Nur eine Hülle würde bleiben,
ein toter Körper.

Heute Nacht würde ich sterben ohne Dich.
Heute Nacht überlebe ich nur durch Dich.

Nichts bleibt als diese Umarmung.
Eine nackte Umarmung,
die mich in der Welt hält,
die mich leidenschaftlich festhält,
damit ich nicht erkalte.

aus Carsten Weigelt „Gedichte in Eden“