Weniger ist mehr – Eine Doku zum Minimalismus

Weniger ist mehr. Eine interessante Sendung auf 3sat vom 14.7.2016.

Minimalismus
Minimalismus

Vom Trend, mit Nichts glücklich zu sein: Das schicke Auto, die gut bestückte Bibliothek, ein voller Kleiderschrank. Statussymbole von gestern. Heute boomen (Lebens)Projekte wie CarSharing, eine Tauschbörsen und der Minimalismus als ein dem Materiellen absagender Lebensstil. Der Kult um das ‚Weniger ist mehr‘ schwappt langsam von den Staaten nach Europa über…
Hier gehts zur Dokumentation von 3sat: Minimalismus

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Feng Shui für Minimalisten

Keine besonderen Lichtverhältnisse zum Fotografieren. Sowieso bin ich nur ein „Knippser“ mit meiner Digicam.
Dennoch gebe ich einen Einblick in meine Wohnverhältnisse. Meine Räumlichkeiten wurden grün und violett gestrichen und ich fühle mich sehr wohl damit. Zudem erfreu ich mich über neue Vorhänge.
Doch ich bin im Begriff, meine Besitztümer zu minimalisieren.

Gardinen und Wohlfühlen
Gardinen und Wohlfühlen
schöner wohnen mit kisten
schöner wohnen mit kisten
Sofa!
Sofa!
the cross
Acryl
Herz und Zuversicht
Herz und Zuversicht
Schlafzimmer
Schlafzimmer
Gardinen
Gardinen
Puppe
Mathilde
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Minimalismus – Freiheit im Zeitalter der Digitalisierung

Die digitale Welt und die damit verbundenen modernen Technologien machen eine neue Freiheit möglich, die auf einem Minimum an physischem Besitz basiert.
Was vor Jahren noch wenigen begünstigten Internet-Arbeitern möglich war, das flexible und mobile Arbeiten von überall in der Welt aus, wird nun immer einfacher und häufiger. Digitaler Minimalismus und der Cult of Less sind ein Leben mit Notebook, Smartphone und einem Koffer mit Bekleidung. Erfinder dieses neuen Lebenstiles ist der Softwareprogrammierer und Entrepreneur Michael Kelly Sutton. Er began 2010 damit auf seiner Website CultOfLess.com seine Besitztümer aufzulisten. Die Website wurde seit längerem nicht mehr aktualisiert, aber Sutton listet ca. 150 Artikel als seinen Besitz auf. Vom iPad, zu einer handvoll Büchern, Unterwäsche und einer Jeans, einer externe Festplatte und Verschiedenem versucht Sutton mit wenigen Gegenständen auszukommen. Teilweise verkaufte er Dinge. In der Zwischenzeit betreibt er die Designerplattform LayerVault.

Ich selbst interessiere mich für den Minimalismus. Allerdings bin ich weit davon entfernt mit SIM-Karten für die jeweiligen Länder in denen ich mich aufhalte druch die Welt zu reisen. Ich habe zwar kaum Krimskrams auf dem Speicher und noch zwei Regale Bücher, die ich vielleicht gegen einen Kindle eintausche, aber ich tendiere dazu, wenig Besitz zu haben. Beispielsweise besitze ich ca. 10 CDs und höre Musik über das Internet oder als mp3. Ich könnte auch eine Auflistung wie die von Michael Kelly Sutton erstellen. Vielleicht tue ich das und reduziere weiter meine Besitztümer.

Ich lebte mehrere Jahre in Berlin und zog dort oft um. Vom Prenzlauer Berg nach Kreuzberg nach Friedrichshain u.s.w. Dabei hatte ich meist nicht viel mehr umzuziehen als eine Matratze mit Bettzeug, ein Laptop und Klamotten. Minimal Möbelstücke wie ein Schreibtisch mit einer Holzplatte und zwei mobilen Füssen. Alle mein Besitz passte so in den kleinsten Sprinter von Robben & Wintjes (http://www.robben-wientjes.de/), der für 2,50€ pro Stunde zu mieten ist.
Ich dachte auch an eine Internetverbindung per Satellit, die inzwischen für Down- und Upload ohne Kabelleitung auskommt und Mobilität verspricht. Auch die mobile Solarstation des Berliner Startups Changers.com schlägt in diese Kerbe. Sie bietet eine eigene Stromproduktion. Allerdings muss man zwei Geräte mit sich tragen. Notebooks mit integrierter Selbstversorgung gibt es derzeit noch nicht, was sich aber ändern kann.

Ansonsten ist mein Macbook Pro mein wichtigstes Besitztum. Auch mein Smartphone mit der Vielzahl an Funktionen entspricht meinem Wille zu einem flexiblen Leben und weitgehender Freiheit von unnötigen Dingen.
Der digitale Minimalismus ist nicht für jedermann. Familien oder eine ortsgebundener Arbeitsstätte haben weniger Reiz den physischen Besitz so klein wie möglich zu halten. Doch auch der kollaborative Konsum, die gemeinsame Nutzung von Ressourcen wie z.B. das Car-Sharing liegen im Trend.

Diese Freiheit unserer Zeit hatten einst nur Aussteiger. Das Weniger von heute ist so gesehen mehr. Die Kosten für dieses flexible Leben sind dabei nicht unverhältnismässig hoch. Der Verzicht im Zeitalter der Digitalisierung verspricht das Gefühl von Freiheit.

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